Wenn das Enkelkind regelmäßig zu Besuch kommt, wollen viele Großeltern eine komplette Babyausstattung anschaffen. Nötig ist das selten. Sinnvoll sind wenige Dinge, die Platz sparen, sich schnell verstauen lassen und ohne Anleitung funktionieren.

Wie oft kommt das Kind wirklich

Ein Besuch alle zwei Monate rechtfertigt keinen zweiten Hausstand. Wer das Kind dagegen zwei Tage pro Woche betreut, braucht eine Grundausstattung, sonst schleppen die Eltern jedes Mal den halben Kofferraum durch das Treppenhaus.

Der Schlafplatz ist die einzige größere Anschaffung

Ein Reisebett mit fester, flacher Matratze ohne zusätzliche Polster ist das Einzige, was wirklich Geld kosten darf. Alles andere lässt sich mit Bordmitteln lösen. Für Spielzeug reicht eine kleine, gezielte Auswahl, und eine sortierte Übersicht wie Bright Starts hilft, dabei die passende Altersstufe zu treffen.

Ein Korb statt eines Kinderzimmers

Eine Kiste oder ein Korb, der im Wohnzimmer steht und nach dem Besuch im Schrank verschwindet, ist praktischer als ein eingerichtetes Zimmer. Vier oder fünf Dinge darin genügen, weil sie durch die Seltenheit interessant bleiben.

Das gehört in den Korb

  • ein Greifball, der sich mit einer Hand halten lässt
  • ein Stapelbecher-Satz, der auch mit einem Jahr noch funktioniert
  • zwei Bilderbücher aus Pappe
  • ein waschbares Tuch zum Verstecken und Abwischen
  • eine Wickelunterlage, die auf dem Bett ausgelegt wird

Wo gewickelt wird

Ein Wickeltisch lohnt sich in einer Wohnung, in der selten gewickelt wird, nicht. Auf dem Bett oder auf dem Boden ist es sicherer, weil ein Kind dort nicht herunterfallen kann. Die Höhe ist für den Rücken der Erwachsenen unbequem, für das Kind aber ungefährlich.

Was aus dem Keller kommt, gehört geprüft

Der Hochstuhl der eigenen Kinder steht oft noch da. Bevor er benutzt wird, prüfen Sie Schrittgurt, Gurtsystem, Stabilität und Zustand des Materials. Kunststoff wird über Jahrzehnte spröde, und alte Modelle erfüllen aktuelle Anforderungen häufig nicht.

Absprachen sind wichtiger als Ausstattung

Klären Sie vorab, wie geschlafen wird, was das Kind isst und was es nicht bekommt. Diese Gespräche verhindern mehr Ärger als jedes gekaufte Gerät. Am besten schreiben die Eltern die wichtigsten Punkte einmal auf.

Die Wohnung anschauen, nicht möblieren

Ein Kind, das krabbelt, findet in einer nicht kindgesicherten Wohnung sofort die interessanten Stellen: Kabel, Zimmerpflanzen, Medikamente auf dem Beistelltisch, Getränke in Reichweite. Ein Rundgang vor dem ersten Besuch bringt mehr als jede Anschaffung.

Was Großeltern wirklich beitragen

Zeit, Ruhe und eine zweite Umgebung. Dafür braucht es kein zweites Kinderzimmer, sondern eine Kiste und einen Platz zum Schlafen.